Am Samstag, den 11.2. ab 20:15 spielten wir eine überarbeitete Langfassung von „Harlem am Main“ in Eschborn. „Harlem am Main“ ist ein Konzert, mit dem wir junge (und nicht mehr ganz so junge) Frankfurter mit der spannenden Geschichte des Frankfurter Jazz bekannt machen möchten. Aus der Perspektive der jugendlichen „Swings“ um Emil und Albert Mangelsdorff, Carlo Bohländer und Horst Lippmann werfen wir einen Blick auf die Jazzstadt Frankfurt, von den 1940er bis in die 60er Jahre. Die Erkennungsmelodie des „Hot Club“ war das Stück Harlem von Scott Wood, worauf sich unser Titel bezieht. Wir stellen dabei Original-Stücke vor, darunter auch Harlem, aber auch Kompositionen von Joki Freund, Jutta Hipp und Volker Kriegel, und kombinieren die Musik mit Bildern und Text zu einer audiovisuellen Performance. Dazu haben wir historische Filme aus dem HR-Archiv lizensiert, Fotos im Stadtarchiv recherchiert und vom Frankfurter Comiczeichner Manuel Tiranno Illustrationen anfertigen lassen.
Jazz spielen mit Kindern – das ist Ziel und Anliegen der zweitägigen Fortbildung. Die Dozent*innen verfügen über langjährige Praxiserfahrung im Unterricht mit Kindern und vermitteln ein vielfältiges und erprobtes Methodenrepertoire, um sich mit Kindern den Zugang zum Jazz zu erspielen. Diese Kernthemen aus dem musikpädagogischen Methodenkoffer werden in klar gegliederten Workshops bearbeitet: Kriterien für die Stückauswahl und Bearbeitung von Stücken | Methoden für die Erarbeitung von Stücken (über Hören, Singen, Bewegen, elementares Instrumentalspiel, Solmisation) | Vermittlung von rhythmischen Grundlagen (elementare Übungen zu Puls, Metrum, Rhythmus; ternäres Feeling; Phrasierung) | Methodische Ansätze für den Einstieg in die Improvisation (Förderung des Hörens, Arbeit an Pattern, Melodik und Motivik) | Vermittlung von Jazztheorie (praktische Übungen zum Verständnis von Quintenzirkel, Kadenzen, Tretrachorden).
.Zielgruppe Jazzer*innen, die musikpädagogisch arbeiten, z.B. mit Einzelschüler*innen, in der Schulkooperation Grundschule, mit Musikschulensembles, Bläserklassen oder Bigbands
Datum 03.06.2023 – 04.06.2023
Ort Räume der Landesmusikakademie Berlin
Gebühr 89,00 Euro ermäßigt: 15,00 Euro (für Lehrkräfte der bezirklichen Musikschulen Berlins (mit Nachweis)
Der FTV 1860 beherbergt eine sehr aktive Jazzabteilung („Jazz an Zeil und Zoo“), die am 1.1. 2023 eine Tanzveranstaltung veranstaltete, bei der „Jonas and his Jivin’ Five“ die Musik beisteuerten. F
Im Gegensatz zu sonst, wo richtig schnelle Tempi angesagt sind, gab es diesmal auch viel Slow Swing: Genau das Richtige, um nach einer wilden Silvesternacht entspannt mit Tee und Kuchen („Tea Dance“!) den Nachmittag zu genießen 🙂
Es spielten: Jonas Lohse – git Corinna Danzer – sax Harald Möbus – trp Rudolf Stenzinger – b Johannes Langenbach – dr
Udo Lindenberg, Udo Jürgens, Caterina Valente und Silvio Francesco bei Boulevard Bio 1993
Interessante Ausschnitte findet sich ab Minute 5.54 (Jazz ist wichtig) und 7:44 (über Gesangsausbildung)
…hier die Transkription:
(Transkription ab Minute 5:54) (es wird leider viel unterbrochen)
Lindenberg ….meine Eltern waren schon auch musikalisch, mein Vater war Schützenfest-Dirigent (Gelächter) ..immer mit wehenden Haaren auf’m Tisch und so…
Biolek: Du, im Westfälischen ist das fast eine Spitze der Karriere!
Lindenberg: Ja, klar, das war sehr sehr beeindruckend… (wird unterbrochen)
Jürgens: Wir haben alle vier eins gemeinsam: unsere Wurzeln sind alle irgendwo im Jazz. Ich habe vor wenigen Tagen mit dem herrlichen Saxophonisten, unserem Freund aus München gesprochen, Doldinger, bei dem hast du (zu Lindenberg) ja Schlagzeug gespielt, als Jazzdrummer, und ich habe als Jazzpianist angefangen, also man sieht, diese Wurzeln sind, glaube ich, unheimlich wichtig für die Basis eines Musikers.
Lindenberg: Ja, das stimmt, also mit dem Jazz hat auch viel… (wird unterbrochen)
Valente: Da haben wir auch öfters gejammt, in München, in der Reitschule…
Jürgens: ja natürlich, ja natürlich, sehr oft…
Lindenberg:…in Gronau gabs auch viel Jazz, meine Mutter hat auch Mandoline gespielt, und (es gab) dann eben auch Jazzbands, und (ich bin da) als Trommler so reingekommen…
Biolek unterbricht und lenkt zurück auf das Thema „Erscheinungsbild“…
Minute 7:44
Lindenberg… deswegen hatte ich auch nie irgendwie Gesangsunterricht oder irgendsowas…
Biolek: Du hast nie Gesangsunterricht genommen, (zu Jürgens), hast du Gesangsunterricht genommen? Ich glaube, du hast mal…
Jürgens: Ja, ganz kurz mal, aber ich hab gleich gemerkt, das ist das Ding, das für unseren Beruf irgendwie nicht läuft, also diese Opernausbildung ist eigentlich eher verkehrt. Man muss seinen Weg finden, mit seinen eigenen Tönen (statt „Ton“ meint er wahrscheinlich eher „Klang“ oder „Sound“), die man irgendwie drauf hat, nicht, (zu Lindenberg) wir haben so irgendwie jeder ganz andere Töne drauf, sehr spezielle eben, (um) in unserer Musik sich auszudrücken. Das muss sehr persönlich klingen, und während die Opernsänger sich ja bemühen, einem Schönheits-Stimmideal nachzueifern, und die gesamte Ausbildung darauf abgerichtet ist… (wird unterbrochen) ..diese Stimme..
Biolek: …kann man das von Udos (zeigt auf Lindenberg) Stimme nicht sagen…
Jürgens: ..von meiner auch nicht, nein.
Lindenberg: Die Opernleute singen ja auch mit Vibrator, ne… (Fortsetzung geht in Gelächter und Applaus unter)..und wir klingen frisch von der Straße weg, und deswegen ist Gesangsunterricht oft eine geschäftsschädigende Maßnahme.
Seine Message: macht euch schlau über Jazz und seinen Kontext, checkt die (alten) Aufnahmen, und lernt imitieren: Vorbilder hören, nachsingen, dann nachspielen. Improvisieren ist erst mal nichts anderes als bekanntes Vokabular verwenden.
Dieser Workshop fand in der Musikschule statt, am 27.11. 2023 im Rahmen von Till Brönners Jazz-Residenz an der Alten Oper Frankfurt und in Kooperation von JIMS: Danke für die tolle Orga, Nina Hacker und Gernot Dechert (Projektleitung von JIMS )!
Vielen Dank, Deutsche Jazzunion! Das waren zwei anregende Tage in München, voller inspirierender Gespräche auf Panels, beim World Café, bei Workshops mit vielen interessanten Menschen: Monika Herzig, Fleurine Mehldau…- wen es interessiert: die Aufzeichnungen der Panels findet man auf YouTube, wenn man „Jazz now München“ eingibt. Beim Panel „Jazzpilot*innen im Gespräch“ war ich selbst auf der Bühne: