Fortbildungsangebote

Musizieren à la „Malen nach Zahlen“?!?
Wege zum „hörenden Musikverstehen“ / Wege zum „Verstehenden Musizieren“

Hintergrund:
Oft spielt das Verstehen von Musik im Unterricht kaum eine Rolle: Üblicherweise kümmern wir Instrumentallehrer uns in erster Linie um Instrumentaltechnik und Notenlese-Kompetenz. In zweiter Linie werden dann musikalische Parameter, die das „Wie“ betreffen (Ausdruck, Dynamik, Artikulation, Klangfarben, Timing/Agogik etc.) zum Thema im Unterricht. Bei den inhaltlichen Parametern, die das „Was“ (Tonhöhen und Tonlängen) betreffen, beschränken wir uns auf das Erklären des Notierten. Das heißt: Anstelle eines Verständnisses von rhythmischen und tonalen Inhalten tritt (leider nur) das Verständnis von Notation. Das eigentliche Musikverstehen im Sinne von hörendem Verstehen rhythmischer und tonaler Inhalte in Bezug zum Kontext (also Tonlängen zu Metrum, Tonhöhen zu Harmonik) steht bis heute bei den wenigsten Instrumentallehrern im Fokus. Der Workshop soll motivieren, diesen Bereich stärker in den Unterricht einzubeziehen. Er liefert Ideen und Material, mit denen peu á peu Schüler an bewusstes Hören und Verstehen von Musik herangeführt werden können.

Aus der FoBi-Broschüre des hessischen VdM 2019/2020

Let’s start with Jazz! Gehörbasiertes Unterrichten und Jazz von Anfang an

Jazz ist verwurzelt in der Oraltradition von Gospel, Work Songs, Blues. Jazz steht für Singen und Spielen nach Gehör – und für viel Freiraum. Jazz fördert und fordert, die eigenen Sounds und damit die eigene Persönlichkeit zu finden. Last but not least: Jazz beinhaltet, Musik zu verstehen und spontan musikalisch zu interagieren. Obwohl genau diese Ziele im musikpädagogischen Diskurs hoch gehandelt werden, gelten für den Anfängerunterricht oft Konzepte, die den Zugang zu Jazz und Improvisation eher behindern: vor dem Hören steht zuerst Notenlesen auf dem Programm. Wie eine Alternative aussehen könnte und was modernen und jazzförderlichen Unterricht ausmacht, das will dieser Workshop zeigen. Corinna Danzer stellt erprobte, spielerische Übungen und Materialien für den instrumentalen (Gruppen-)Unterricht vor, die das Musiklernen vom Kopf auf die Füße und das Hören in den Vordergrund stellen. Kinder und Anfänger kommen dabei schon früh mit originalen Jazzaufnahmen in Berührung und setzen sich mit ihnen sukzessiv auseinander. Bitte Instrumente mitbringen! (Ankündigungstext für den Workshop am 28.3. 2020 an der Landesmusikakademie Berlin)