Musikunterricht für Kinder muss besser werden: Das Repertoire

Natürlich lässt sich über Geschmack streiten. Trotzdem meine ich, dass bedauerlicherweise der Sound abgedroschener Schlagermusik und billigem Discopop die Kinderzimmer viel zu sehr beherscht. Warum kaufen nur so viele Eltern  Kindermusik-CDs von Zuckowski, Rosin, Jöcker und Co.? Wo doch allenthalben dieselben Eltern beklagen, dass sie nun den ganzen Tag “ In der Weihnachtsbäckerei“ hören müssen?

Aber nicht nur die Kinderzimmer sind betroffen, nein, auch Kindergärten beschallen ihre Räume damit, und selbst Grundschullehrer greifen zu den Produkten. Um eins klarzustellen: Auch die Weihnachtsbäckerei hat ihre Daseinsberechtigung, aber das Übergewicht von Musik dieser Machart halte ich für alarmierend. Schließlich erhält hier das Publikum von morgen eine erste Prägung. Hoffentlich keine endgültige!

Die nächsten Generationen zukünftiger Tonträgerkäufer und Konzertgänger werden mutwillig,  fahrlässig, oder auch einfach unbemerkt (?), auf den allerschlimmsten Mainstream-Geschmack gebracht. Ist die Vorstellung nicht erschreckend, irgendwann in einem Land  VOLLKOMMEN abgestumpfter Ohren zu leben, umgeben von konstant zu lauter und primitiver Mitgrölmusik, oder ist das eigentlich schon der Fall…?

In meiner Kindheit in den 70er Jahren gab es noch den Hasen Cäsar, mit der Musik von Ingfried Hoffmann – abgesehen vom quäkigen Gesang ein echter Ohrenschmaus! Und ganz schön jazzig. Leider gibt’s das nicht mehr zu kaufen.

Glücklicherweise gibt es aber auch einige Gegenbeispiele, z.B. in so mancher Chor-AG gibt es engagierte Lehrer (Gruß an den wunderbaren Andreas Müller an der Friedberger Adolf-Reichwein-Schule!) wo neben klassischen Volksliedern neue, fetzige und zugleich rhythmisch anpruchsvolle Lieder mit wunderbarem Elan gesungen werden.



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